Melbourne
2015-10-05 00:50:06 • Melbourne, Central Business District, Domestic Flight • weltenbummeln
Vorgestern Morgen sind wir vom mittleren Norden wieder Richtung Brisbane gefahren, weil wir zum Flughafen mussten. Uns stand ein Flug nach Melbourne, also an das Südende Australiens, bevor. Wir besuchen unsere australischen Freunde hier. Wir erreichten Brisbane nach nicht einmal zwei Stunden Fahrt und gaben das Auto zurück. Von dort aus fuhren wir keine zwanzig Minuten mit dem Taxi zum Flughafen. Allerdings hatten wir noch genug Zeit bis zum Flug, welcher erst kurz vor 15 Uhr startete. Wir verbrachten die Zeit mit Kaffeetrinken und entspannen. Der Flug selbst war im Vergleich zu den anderen Flügen, die wir bis hier her hatten, mit etwas mehr als zwei Stunden ziemlich kurz. Wir starteten fast pünktlich und flogen über die australische Küstengegend. Von oben zeigten sich einige Buschbrände, bei denen wir uns unsicher sind, ob sie gewollt waren oder durch ein Gewitter hervorgerufen worden sind. Gestern waren auch die Grand Finals der hiesigen Rugby Liga. Während des Fluges wurden immer die Spielstände der Quarters durchgegeben. So etwas hab ich noch nicht erlebt. 

In Melbourne angekommen suchten wir die Gepäckausgabe und unser Freund Greg erkannte uns sofort. Wir fühlten uns sofort zu Hause. Es ist schön (wieder) hier zu sein. Auch wenn ich mich an das letzte Mal nicht wirklich erinnern kann. Wir haben den Abend dann bei Freundesfreunden verbracht und das Ergebnis der Finals gefeiert. Wir wurden herzlich in die Runde aufgenommen und haben den Abend mit Essen, Trinken und Quatschen verbracht. Ein lustiges Sprach-Kauderwelsch und Gespräche über die Unterschiede zwischen Deutschland (Europa) und Australien sorgten für eine Lacher und auch so manch Anekdote, die das Leben schreibt wurde hervorgekramt. Spätabends sind wir dann noch heimgefahren, um am nächsten Morgen zumindest etwas ausgeschlafen in den Tag zu starten.


Gestern bin ich relativ spät aufgestanden, dass war aber vor allem der Zeitumstellung geschuldet, die uns zur Heimat in der alten Welt eine weitere Stunde auseinander zieht. Dementsprechend hatten die anderen alle schon gefrühstückt. (Ich wiederum war froh, dass ich mal wieder in einem schönen breiten Bett schlafen konnte). Frühstück ist hier allgemein sehr entspannt. Jeder isst einfach, wenn er Hunger hat. Gemütlich! Nach einem kurzen Brainstorming, was wir nun mit dem Tag anstellen, entschieden wir uns für einen Besuch des hiesigen CBD, der Innenstadt von Melbourne. Wir fuhren also mit dem Auto bis mitten ins Zentrum, parkten in einer Parkgarage und starteten unseren Rundgang quer durch die Stadt. Zu allererst begegnete uns eines der ältesten Gebäude Melbournes, die »St. Paul's Cathedral« und der wohl berühmteste Bahnhof, die »Flinders Street Station«, mit Ziegelfassade und großer Kuppel. Wir setzten unseren Spaziergang in Richtung eines Museums fort (Eintritt frei!), welches zur »National Gallery of Victoria« gehört. Das »Ian Potter Centre« auf dem »Federation Square« ist ein sehr interessantes modernes Gebäude mit verschiedenen Flügeln und einer Fassade aus unterschiedlich großen Polygonen aus Metall und Stein (der typische helle Sandstein, der hier verbaut wird). Wir haben den größten Teil der Ausstellungen links liegen lassen und uns nur die Kunst der Ureinwohner angesehen. Diese ist nicht zwangsläufig tausende Jahre alt, sondern reicht bis in die Gegenwart und in die Rugby-League. Neben an gab es noch eine kleinere Ausstellung über zeitgenössisches Möbel-Design — das durfte natürlich nicht fehlen. Wir setzten unseren Spaziergang entlang einiger engen Gassen fort und aßen einen kleinen Snack zur Stärkung, bevor wir uns die Graffiti Kunst und andere kleine Gässchen angesehen haben. Ein weiterer Programmpunkt auf unserer To-Do Liste war der Besuch des »Eureka Tower«, dem höchsten Gebäude Melbournes. Von dort aus hatten wir vier einen super Ausblick auf die Stadt und die Wolkenkratzer um uns herum, die von hier oben alle ziemlich klein aussahen.

Später traten wir den Rückweg an und fuhren mit dem Auto in Richtung »St. Kilda« und »Brighton Beach«, wo die kleinen »Beach Houses«, Mini-Hüttchen für Surfbretter und andere Strandutensilien für knapp unter 100.000 Dollar.

Der Tag endete dann typischer Weise mit richtig guten Fish&Chips und australischem Wein am Lagerfeuer im Garten, mit Gitarre und Gesang. Wunderschön.


(Geschrieben in Melbourne um halb zehn lokaler Zeit)

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2015-10-02 06:30:24